Lehmener
Klosterberg

Weinberge
Weinberge

Joachim Krieger hat den Lehmener Klosterberg als eine der guten Nebenlagen (in einem Seitental gelegen) und als Traubensack bezeichnet.

Das stimmt und ergibt sich aus der Südorientierung des Hanges sowie aus den tiefgründigen und damit nachhaltigen Ton- und Lössböden im Kernbereich der Fläche. Dennoch konnten wir in unseren Wingerten in den letzten Jahren (mit häufig wenig Niederschlag) Unterschiede, die in der Bodenbeschaffenheit und der Topografie liegen, feststellen.

In unserem Wingert im Sendich im oberen Feld des Klosterbergs unmittelbar am Erdwall, der die Nordwinde fernhält, wird steinfreier Lössboden angetroffen. Hier haben wir nach der Flurbereinigung 1983 Müller Thurgau im oberen kälteren Teil und Rieslingreben in der unteren Hälfte angebaut. In trockenen Jahren wie 1991 hat dieser Wingert einen großen Teil unserer Ernte geliefert; mit höherem Alter sind die Erträge kleiner geworden, was aber der Qualität weiter geholfen hat.

Im mittleren Klosterberg zur Mosel hin liegt der Wingert 5 Reihen. Hier sind die Böden bereits steiniger, hier steht jedoch kein Schiefer, sondern mürber Sandstein. Die Rieslingreben stehen mit etwa 3 m Abstand in der Falllinie. In den letzten Jahren haben wir diesen Wingert als letzten gelesen. Durch die luftige Lage und die offene Erziehung bleiben die Trauben gesund. Hohe Mostgewichte und Reife ergeben sehr gehaltvolle Rieslingweine mit der für den Klosterberg typischen Breite des Geschmackbildes.

Der Wingert auf der der Windfoch ist unsere größte Einzelparzelle. Sie liegt am östlichen Rand des Klosterbergs, sodass hier neben schweren Lehmböden auch bereits Tonschiefer- und Grauwackeböden zu finden sind. Diese Vielfalt macht die Bodenbearbeitung nicht leichter. Auf den leichten Böden mit wenig Tiefgründigkeit haben die jungen Reben in den letzten Jahren um ihr Überleben gekämpft. Der Ertrag war daher eher bescheiden, die Rieslingweine lieblich ausgebaut überzeugen aber mit Finesse und Filigranität.

Unmittelbar am ehemaligen Kloster am Übergang ins Moseltal liegt der Terrassenwingert am Kloster. Die 6 Chöre sind nach Südost bis Süd ausgerichtet. Es ist eigentlich unser bester Wingert, der selbst in den schlechten Jahren (zuletzt 1987) die Trauben noch zur Reife gebracht hat. Wie alle hochwertigen Terrassenwingerte leidet er in den Trockenjahren sehr, sodass nicht nur die Erträge und teilweise auch die Qualität sondern auch die Wüchsigkeit stark zurückgegangen ist. Die Rieslingweine aus dem Kloster sind sehr leicht und mineralisch.

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